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Zwischenlager

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie seit mehr als drei Jahren der Presse entnehmen können, beabsichtigt die Bundesregierung die Rücknahme von radioaktivem Atommüll aus England und Frankreich um ihn unter anderem im Brennelementebehälterlager in Niederaichbach (Bella) einzulagern. Die entsprechenden Anträge wurden bereits gestellt.

Der Landkreis Landshut, der Markt Essenbach und die Gemeinde Niederaichbach haben den Verantwortlichen deutlich gemacht, dass das Brennelementebehälterlager Niederaichbach für die Einlagerung nicht zur Verfügung steht, da die Sicherheitseinrichtungen für einen eventuell undichten Fremdcastorentyp nicht vorhanden sind.
Deshalb möchte die Gemeinde, dass die restlichen Castoren dort eingelagert werden, wo alle bisher zurückgelieferten Castoren eingelagert wurden, nämlich im Zwischenlager Gorleben in Niedersachsen.
Dieses Zwischenlager wurde auch eigens dafür geplant, genehmigt und gebaut.

Im Zwischenlager in Gorleben bestehen ausreichend Einlagerungskapazitäten. Es besitzt eine sog. „heiße Zelle“, die für 13 Millionen Euro aufwendig errichtet wurde und genau für den verwendeten Castorentyp ausgerichtet ist, das heißt, dass bei Undichtigkeit dieser wieder hinreichend repariert werden kann. Die Gemeinde Gorleben akzeptiert die Aufnahme der Castoren in das dortige Zwischenlager, jedoch behindern politische Egoismen diese einfache Lösung.

Die Gemeinde Niederaichbach hat einen Rechtsanwalt beauftragt, die Änderungsgenehmigung für die Einlagerung von Fremdcastoren zu verhindern. Außerdem wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um weiteren für die Gemeinde Niederaichbach negativen Entwicklungen direkt entgegenzuwirken, sowie dem Rechtsanwalt zuzuarbeiten und die sog. ASKETA (= Zusammenschluss aller Standortgemeinden mit kerntechnischen Anlagen, Vorsitz 1. Bürgermeister Josef Klaus) so gut es geht zu unterstützen.

Weiter wird aktuell eine breit angelegte Unterschriftenaktion mit dem Ziel durchgeführt, uns hierdurch Gehör in Berlin bei den verantwortlichen Stellen verschaffen zu können.
Wir bitten Sie, sich auch in Ihrem Interesse an dieser Unterschriftenaktion zu beteiligen und uns so bei unserer Protestaktion zu unterstützen.
Die Unterschriftslisten samt einer Erläuterung zum Unterzeichnen und ggfs. Auslegen in Ihrer Gemeinde, Behörde, Firma, Ihrem Verein, o.ä. finden sie hier als pdf-Format:

Unterschriftsliste

Hinweisblatt – Erläuterungen

Mittlerweile haben sich insgesamt über 20.000 Menschen mit ihrer Unterschrift an der Petition beteiligt und es werden täglich mehr.

In den umliegenden Gemeinden und auch überregional wird fleißig gesammelt. Viele Firmen, Vereine, Parteivertreter, Geschäftsleute aber auch Privatpersonen unterstützen mit großem Engagement die Aktion. Dennoch erreichen uns immer wieder Mitteilungen mit dem Hinweis, die Aktion müsse mehr in der Öffentlichkeit beworben werden.

Wir nehmen diese Anregungen sehr ernst und werden daher nochmals versuchen, über regionale und regionale Medien weitere Unterstützer für unser Anliegen zu gewinnen. Ferner werden an ausgewählten Orten Plakate aufgehängt und Plakatwände aufgestellt, auf denen die Bevölkerung zur Unterstützung aufgefordert wird.

Auch reginale und überregionale Politiker werden nunmehr angeschrieben und zur Mithilfe aufgefordert; diese wurde auch jüngst von höherer Stelle in Person von Hubert Aiwanger, dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister, zugesichert.

Anlässlich dieser Maßnahmen und Entwicklungen haben wir uns weiter entschlosen, die Frist zur Sammlung der Unterschriften bis Ende Februar 2019 zu verlängern. wir hoffen somit, noch mehr Menschen zu erreichen, um diese von unseren Anliegen zu überzeugen.

Beitrag in quer (BR3) – Link zu Youtube

Wir bitten außerdem um weitere Verbreitung dieser Aktion, um möglichst viele Stimmen sammeln zu können.

Eine Unterschriftenaktion findet ferner online auf https://www.openpetition.de/petition/online/atommuell-schaffung-von-endlagern-vermeiden-bevoelkerung-schuetzen statt, mit dem Ziel unsere Initiative bundesweit zu verbreiten. Je mehr Unterschriften, desto größer wird das politische Gewicht.

Uns ist bewusst, dass unser Entgegenwirken gegen die gewollte Einlagerung der Fremdcastoren „ein Kampf gegen Windmühlen“ ist, nichtsdestotrotz möchten wir die Einlagerung mit allen legalen Mitteln verhindern und hierzu nichts unversucht lassen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Josef Klaus, 1. Bürgermeister Niederaichbach