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Böllerschützen

Durch Auftritte des Spielmannszuges die immer wieder auf Böllergruppen trafen, entdeckten 1984 Helmut Woisetschläger und Sepp Ritzinger ihre Liebe zum Böllerschießen. Zuhause im Niederaichbacher Schützenverein konnten Sie auch Gerhard Schipper für diese Sache begeistern. Man hörte sich um, zog Erkundigungen ein und meldete sich kurzerhand zur Fachkundeprüfung an, die dann 1984 erfolgreich abgelegt wurde. Natürlich waren 3 Schützen zu wenig um eine Böllergruppe zu stellen. Deshalb suchte man nach weiteren Böllerschützen. 1992 wurde es dann ernst. Noch 5 weitere Männer waren bereit eine Böllergruppe zu bilden. Haselbeck Hans, Mischko Rudi, Biernat Julius, Schipper Markus und Drexl Karl legten die Böllerprüfung ab.

Abzeichenböller

Ärmelabzeichen der Böllerschützen
Niederaichbach

 Im November 1992 wurden dann beim „Pfnür Franz“ aus Maria Gern 20mm Schaftböller und 18 mm Schaftböller sowie 14 mm Handböller bestellt. Die Preise solcher Böller liegen zwischen 800,– und 1600,– DM.

Am 30. Dezember 1992 trafen sich dann alle 8 Männer im Schützenheim um die Böllergruppe offiziell zu gründen.

Gründungsmitglieder waren:

Biernat Julius
Haselbeck Hans
Hendlmeier Hans
Mischko Rudi
Ritzinger Sepp
Schipper Gerhard
Schipper Markus

Man einigte sich auf den Namen: „Böllerschützen St. Hubertus Niederaichbach“ der dem Schützenverein Niederaichbach angehört.

Nachdem man gut 1/4 Jahr auf die Schießerlaubnis warten musste, stellte sich das nächste Problem ein. Der Kauf des Böllerpulvers. Nirgends in der Nähe war ein Waffenhändler, der Böllerpulver vertrieb, bis auf einen Wucherer in der näheren Umgebung. Aber um Schießen zu können wurden 2 kg gekauft und am Montag den 10. Mai 1993 war es soweit. Am „Staffelberg“ an der Isar durften die ersten Böllerschüsse abgegeben werden. Den ersten öffentlichen Auftritt hatte man dann im Mai bei einer Hochzeit. Die Böllerschützen Niederaichbach sind bei Hochzeiten, Fahnenweihen, Geburtstagen, Junggesellenabschieden, Jubiläumsfeiern, Grillfesten, Verabschiedungen, Einweihungsfeiern, Gründungsfeiern, Silvesterschießen sowie bei den verschiedensten Böllerschützentreffen gern gesehene Gäste.

böllergruppe1
Mischko Sabine, Haslbeck Hans, Schipper Gerhard, Ritzinger Josef, Mischko Rudi, Schipper Markus, Obermeier Alois, Schipper Gerhard

Am 05. Dezember 1994 legen weiter 4 Schützen – darunter die beiden ersten Frauen in der Gruppe – ihre Böllerprüfung mit Erfolg ab:
Mischko Sabine
Schipper Christina
Bräu Michael
Rusch Karl

Die Böllerschützen veranstalten jedes Jahr ein „Neujahrsschießen“. Mit Glühwein, Stollen usw. wird für das leibliche Wohl gesorgt. Der Erlös des Neujahrsschießens kommt jedes Jahr einer gemeinnützigen Einrichtung zu Gute.

Die Böllerschützen errichteten auch in Niederaichbach ein „Marterl“ quasi ein Wegkreuz. Unterstützt wurden sie dabei tatkräftig von verschiedenen Niederaichbachern Bürgern, wobei Daffner Willi besonders zu erwähnen sei. Bei diesem Marterl handelte sich dabei um einen Bildstock mit Maria als Patrona Bavariae. Am 25. Juni 1995 erfolgte die feierliche Einweihung dieses Bildstocks.

böllerMarterl
stehend: Schipper Marie-Therese, Schipper Gerhard, Schipper Markus, Haslbeck Hans, Rusch Karl, Daffner Willi, Haslbeck Vroni, Obermeier Alois, Schwemmhuber Elisabeth, Häckl Irene, Schwemmhuber Hans,
knieend: Drexel Karl, Mischko Rudi, Hendlmeier Hans, Ritzinger Josef,

 

Im August 1995 wurde auch ein Böllerschützenstempel beschafft um damit die Schreiben der Böllerschützen zu besiegeln.
böllergruppe2
stehend: Haslbeck Hans, Huber Sabine, Mischko Sabine, Drexel Karl, Schipper Gerhard,
 knieend: Schipper Christl, Mischko Rudi, Mischko Carola, Schipper Markus, Ritzinger Josef 

Die Böllerschützen Niederaichbach beweisen immer wieder, dass sie nicht nur Brauchtum und Tradition pflegen, erhalten und bewahren, sondern auch versuchen, Mitmenschen eine Freude zu bereiten.

Ebenso werden die Böllerschützen auch weiterhin traditionsgemäß das Brauchtum des Böllerschießens pflegen, die Gemeinde in der Öffentlichkeit nach außen würdevoll vertreten, sowie die Tradition und das Brauchtum des Böllerschießens mit guten Taten verbinden.